Belgischer Grippekommissar – “Kommunikation und Öffentliches Wirken” (Video)

Vortrag von Marc Van Ranst, belgischer Grippekommissar, auf der Stakeholder-Konferenz zur “Vorbereitung auf Influenza-Pandemie” im ESWI / Chatham House, am 22. Januar 2019.

Ein Vortrag, der einen Einblick in die Welt eines Menschen mit Macht und dem orthodoxen Glauben an das Pharma Weltbild erlaubt. Er vermittelt die von ihm angewandten Methoden zur Informations- und Meinungsverbreitung, Verhinderung der Öffentlichkeitswirkung anderer Meinungen und seiner Deutungshoheit.


Video

Deutsche Übersetzung: Lars und Jürgen von Augen Auf Medien Analyse

Veröffentlicht am 30.01.2021, Video Translate Projects #V011

Quelle: YouTubeCommunication and Public Engagement by Marc van Ranst” (englisch)

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Transkript – Deutsch:

Marc van Ranst – Belgischer Grippekommissar:

Vielen Dank.
Danke für die Einladung. Ich wurde gebeten, Ihnen von meinen
Erfahrungen als Krisenmanager, als Grippe-Beauftragter, für
Belgien, und Aspekte der Kommunikastion zu beleuchten.

Das sind einige meiner Interessenkonflikte, der letzten 20 Jahre, denke ich (PP Präsentation).

Das hat für mich alles angefangen, also eigentlich im Jahr 2006, als ich ernannt wurde.
Das ist ein unbezahltes Hobby, also es ist kein Beruf oder eine Funktion, was auch immer, es ist wirklich
ein Hobby, das Grippekommissar-Ding.

Am 24. April 2009, das war, als die WHO sagte: “Okay, es wird eine Pandemie geben.” Und das war es, wenn es richtig los ging.

Und dann hat man eine Chance, es richtig zu machen.
Der erste Tag ist so wichtig, am ersten Tag beginnt man die
Kommunikation mit der Presse, mit den Leuten und man muss es richtig machen.

Ich meine, man muss es richtig machen: “Eine Stimme – Eine Botschaft”.

In Belgien hat man sich dafür entschieden, einen Nicht-Politiker zu ernennen, um das zu tun.
Ich meine, ich habe keine Parteizugehörigkeit und das macht die Dinge ein bisschen einfacher. Zumindest zu dieser Zeit,
weil man nicht angegriffen wird, politisch, Mehrheit, Minderheit, das kommt nicht ins Spiel und das war ein großer Vorteil.
Der zweite Vorteil ist, dass man in Brüssel den komplett naiven Kerl spielen kann und viel mehr erreichen kann, als man es sonst tun könnte.
Also, “Eine Stimme – Eine Botschaft”, das ist der Ton den man am ersten Tag vorgibt, und dann muss man transparent bleiben.
Mein Titel ist, der internationale Beauftragte für die Grippepandemiebereitschaftsplanung, das ist natürlich zu lang, daraus wurde der Grippebeauftragte und das äh, das war viel, viel einfacher.

Man muss am ersten Tag oder in den ersten Tagen omnipräsent sein, so dass man die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zieht. Äh, du machst eine Vereinbarung mit ihnen, dass du ihnen alles erzählst und wenn sie anrufen, nimmst du den Hörer ab.
Wenn Sie das mit den Medien tun, dann können Sie von diesen frühen Tagen profitieren. Du kannst den gesamten Bereich abdecken und die medien suchen nicht nach alternativen Stimmen. Wenn Sie das tun, macht das viele Dinge einfacher.

Und dann vermitteln Sie die Botschaft, dass unser Land für eine Pandemie bereit ist. Das ist sicher eine grobe äh Überschätzung, aber es ist entscheidend, äh, um gut in die Pandemie starten zu können.

Äh zuallererst, was steckt in dem Namen? Wenn man von Pandemie spricht, ist das ziemlich wichtig.
Die Leute sprachen von der Schweinegrippe, Pandemic H1N1 09 virus, neue influenza A, 2009 AH101 Grippe.
Irgendwann nannte man es die nordamerikanische Grippe, das neuartige Grippevirus. Das war viel zu schwierig, also nannten wir es die mexikanische Grippe. Ja.
Das brachte mich in große Schwierigkeiten mit der damaligen Botschafterin von Mexiko, sie war wütend.
Danach wurden wir gute Freunde, ich werde noch immer jedes Jahr zu ihrem Neujahrsempfang eingeladen.

Aber die Leute machen sich darüber lustig und okay, das ist wahrscheinlich unvermeidlich, aber die Tatsache, einen klaren und
wiedererkennbaren Namen zu haben, der für die Laien leicht zu verstehen und zu benutzen war, ähm, war eigentlich ziemlich wichtig. Es hat auch funktioniert.
Das sind die wort des jahres 2009. (PP Präsentation), äh “defriending” auf facebook wurde die Nummer eins, ähm zu meiner großen Enttäuschung, war “mexikanische Grippe” die Nummer zwei und “Grippekommissar” war die Nummer sechs.
Der Begriff funktioniert also und das macht die Sache viel, viel einfacher.

Diese ersten Wochen, sind easy going, wenn man keine Opposition hat…

…und dann braucht jeder Nachrichten und sie kommen zu dir für neue Nachrichten. Du kannst eine ganze Menge neutraler Informationen bringen und die werden so wiedergegeben wie du sie bringst, und Das kann man nur in den ersten paar Wochen oder Monaten.

Eines der Probleme, die wir haben oder die wir hatten, ist, dass wir kein Medienbudget hatten,
das waren wirklich null Euro, die wir ausgeben konnten. Das bedeutet, dass man jede Möglichkeit nutzen muss, die man bekommen kann, um äh, also es bedeutet nicht man bestimmst was ist, sondern man beeinflußt was gehört wird, um, äh, um deine, äh, deine Botschaft zu verbreiten. Und das ist etwas, was man kostenlos im Radio und im Fernsehen machen kann.
Ähm, wenn man gute bestehende Beziehungen zu den Medien hat, kann man etwas anderes versuchen. Wir haben äh
folgendes gemacht. Wir haben alle Chefredakteure der verschiedenen Fernsehsender gefragt, ob sie bereit sind, kostenlos
an einer Art Werbefilm teilzunehmen, für das sie selbst bezahlen würden und sie sagten ja, also haben wir es gemacht und das war sehr gut und einflussreich.
Wir wären niemals in der Lage, niemand wäre jemals in der Lage, für so etwas zu bezahlen aber wenn man schon vorher gute Beziehungen zu ihnen hat, dann kann man sie um einen Gefallen bitten und sie werden es vielleicht tun.

Eines der Dinge, die wir ausprobiert haben, aber das ist zehn Jahre her, war die Nutzung von Facebook und Twitter. Aber um wirklich etwas zu beeinflussen, gab es damals noch nicht genug Nutzer auf Facebook und Twitter.

Wenn wir das jetzt tun würden, wäre das ein erstklassiger Kanal, um zu kommunizieren. Aber äh, das funktioniert in beide Richtungen. Ich meine auch die Fake News würden viel eher durch facebook und durch twitter verbreitet werden als noch vor 10 Jahren.
Die Beantwortung der Frage des Tages ist wichtig, egal was die äh die Journalisten äh fragen. Also richteten wir ein Callcenter ein in dem die Leute anrufen konnten um die für sie wichtigen Fragen zu stellen und wir konnten so herrausfinden was die Leute bewegte. Die FRagen der Menschen wurden mir mehrmals täglich geliefert, so konnte ich das in die täglichen Interwievs einbauen, egal was die Presse für Fragen stellte.
Das war der erste Peak (Bezug auf PP Präsanetation), zu der Zeut begannen wir mit 900 Anrufen pro Tag an zwei Tagen pro Woche.

Die ersten Fragen waren reisebezogen.

“Kann ich trotzdem nach Mexiko fahren?”, “Ich habe einen Urlaub geplant kann, ich mein Geld zurückbekommen?”

Wenn man dieses Problem löst, indem man den Notstand ausruft, hilft man einer ganzen Reihe von Leuten und der erste Peak geht weg.

Und dann muss man die Zukunft vorhersagen, das ist schwer, denn die Zukunft ist noch nicht passiert.
Die Vergangenheit vorherzusagen ist viel einfacher, aber man muss die Zukunft vorhersagen, um ähm die Öffentlichkeit vorzubereiten und nicht eine Übertreibung oder eine Übertreibung der Informationen in der Presse zu haben.
Also sagte ich, okay, Belgien kleines Land, wir werden auch H1N1-Fälle haben. Ja, wenn man das bringt, ist es eine Schlagzeile, wenn dann ein paar Tage später der erste H1n1 Fall im Land eintrifft, ist es das zweite Mal, dass sie diese Nachricht bringen müssen, also bringen sie es auf eine gedämpften und, wie ich finde, angemessenen Art und Weise, aber das kann man nur, wenn man die Szene dafür vorbereitet.

Das war die zweite Welle von Fragen [Bezug auf die Präsentation], die Leute haben mehr Fragen gestellt über, was mache ich, wenn, ich krank werde und so weiter, und das gibt dir die Möglichkeit, äh, damit zu arbeiten.

Und dann muss man sagen, “Okay, wir werden H1N1-Opfer haben”. Natürlich wäre das unvermeidlich.

Ich habe da Sir Donaldsons Zitat verwendet, wo er sagte, dass in Großbritannien auf dem Höhepunkt der Epidemie bis zum Ende des Sommers 40 Menschen pro Tag sterben würden. Also bei zu dieser Zeit, 62 Millionen Menschen in Großbritannien 40 Todesfälle pro Tag. Ich habe es für Belgien ausgerechnet, das wären 7 Menschen die sterben würden an einem Tag auf dem Höhepunkt der Epidemie. Ich benutze das in den Medien, sieben belgische Grippetote, äh das ist pro äh pro tag auf dem Höhepunkt der Epidemie, das wäre realistisch…
Das war die zweite Welle von Fragen, die Leute haben mehr Fragen gestellt über,
was mache ich, wenn, ich krank werde und so weiter, und das gibt dir die Möglichkeit, äh, damit zu arbeiten.

Und dann muss man sagen, “okay, wir werden h1n1-schulden haben”. Natürlich wäre das unvermeidlich.

Ich habe da Sir Donaldsons Zitat verwendet, wo er sagte, dass in Großbritannien auf dem Höhepunkt der Epidemie bis zum Ende des Sommers 40 Menschen pro Tag sterben würden. Also 62, zu dieser Zeit, Millionen Menschen in Großbritannien 40 Todesfälle pro Tag, ich habe es für Belgien ausgerechnet, das wären sieben, das ist ein Tag auf dem Höhepunkt der Epidemie. Ich benutze das in den Medien, sieben belgische Grippetote, äh das ist pro äh pro Tag auf dem Höhepunkt der Epidemie wäre realistisch. Das ist so in jedem Jahr und selbst in einer Pandemie sehr konservativ gerechnet.

Allerdings ist es wichtig, über die Todesfälle zu sprechen,…

…denn wenn man das sagt, sagen die Leute “wow, was meinen Sie? Menschen sterben wegen der Grippe?”. Darüber zu sprechen war ein notwendiger Schritt, den man machen musste. Natürlich gab es ein paar Tage später den ersten H1N1-Todesfall im Land und die Leute waren darauf vorbereitet, denn es wurde bereits darüber gesprochen.

Belgischer Grippekommissar - "Kommunikation und Öffentliches Wirken"
“Sieben belgische Grippetote pro Tag ist realistisch”

[Bezug auf die Präentation] Das war die dritte Spitze der Fragen, an der man sich mit den Auswirkungen auseinandersetzten musste.

Ich bin zu den ersten paar Beerdigungen gegangen, man muss sehr leise sein, hinten sitzen, äh, aber es zeigt, dass man sich kümmert und und ich denke, das war damals sehr wichtig.
Also alles in allem war damals das allgemeine Gefühl in der bevölkerung und in der Presse, dass der belgische Ansatz vernünftig ist. In der tat wollten wir ruhig, kühl und kollektiv sein.
Unser Mantra war, und vom ersten Tag an, es ist vergleichbar, äh mehr oder weniger, mit einer saisonalen Grippe,in Bezug auf den Ausgang, aber wir müssen uns auf schwere Szenarien vorbereiten. Wie 1918 war die erste Welle eher mild und man konnte nicht vorhersagen, dass eine zweite Welle eine hohe Sterblichkeit mit sich bringen würde.
Wir konzentrieren uns auf kostengünstige grundlegende Hygienemaßnahmen, wir haben keine Schulschließungen durchgeführt, ähm wir setzten Virostatika für Hochrisikogruppen ein.

Tatsächlich haben wir am Anfang Virostatika, am Anfang, für Leute, die krank waren eingesetzt.
Ich hatte vorsorglich Autos in den verschiedenen Provinzen und sie fuhren antivirale Medikamente zu den Patienten, wenn bei ihnen die Diagnose Grippe erkrank wurde, um den Ausbruch der Epidemie zu verzögern, zu verhindern und das funktionierte bis Ende des Schuljahres.
Wir kauften nur eine Impfdosis pro Person und der Impfplan sah vor, nur in den auch für eine normale Grippe, Hochrisikogruppen zu impfen.
Und dann kam die Urlaubszeit und das ist kommunikationstechnisch eine sehr gefährliche Zeit. Es ist eine gefährliche Zeit, weil die weniger geschulten Journalisten am Ruder sind und man die seltsamsten Fragen bekommt.
Redaktionen sind unterbesetzt, so dass mehr Beiträge aus anderen Ländern kommen und “verunreinigen” Ihre Nachricht.

[Bezug auf die Präentation] Das war ein Bild, das mein Vater vom Urlaub mit den Enkelkindern gemacht hat. Und ich war nicht, ich war nicht der sozialste Typ muss ich zugeben. Mein Sohn wurde zwei Wochen vor der Pandemie geboren, zwei Wochen bevor die Pandemie ausbrach, also das war kein gutes Timing.

Und dann kommt unweigerlich die Zeit, dass sie über Sie reden, der Grippebeauftragte ist ein wirklich toller Typ.

Und dann bekommt man die Wohlfühlartikel, …

…über, ja, wie er so ist und welche Musik er mag, Bilder von meinem ersten Labor als ich 13 Jahre alt war und das ist alles und alles ist gut. Aber wenn die Jurnalisten das tun, schärfen sie auch zur gleichen Zeit die Äxte. Und dann, dann Ihr persönliches Leben. Ihr persönliches Leben wird äh ein bisschen beeinträchtigt und äh und
dann kommen sie zu dir nach Hause und Sie müssen das wirklich einschränken, denn wenn man das nicht einschränkt, dann dann hat man kein Leben mehr.

Und dann wir in allem was sie gesagt haben, über die Pandemie, über sich selbst, nach Fehlern und kontroversen Aussagen gesucht. Und es wurde etwas gefunden. Ich hatte mich im Bezug auf die Vergütung der Mediziner, die die Massenimpfungen durchführten, geäußert und gesagt wieviel Geld sie erhaslten würden, das war natürlich viel zu wenig. Un man forderte, dass ich gefeuert werde.
Das kann man ganz einfach lösen, ich sagte: “Okay, ihr wollt, dass ich gefeuert werde? Ich würde gerne im Lotto gewinnen, die Chancen dass eines von beiden passiert, sind ziemlich gering.” Und es ging vorbei. Dann kommt die Phase, wo die Leute viel kritischer sind. Das erste war, die Regierung tut nicht genug, der H1N1-Impfstoff wird zu spät kommen und es wird nicht genug Impfstoff geben, besorgen Sie ihn, solange Sie noch können. Es wurde eine Stimmung geschaffen, in der es also hieß, nicht genug Impfstoff.

Also musste ich an diesem Punkt sagen, “Okay, ich werde der letzte sein, der geimpft wird. Ich meine, ihr könnt alle vor mir reingehen.” Später habe ich diese Aussage bereut.
Diese Impfkampagne, bekam eine riesige Anzahl von Fragen (Bezug auf PPP). Das war eigentlich das Schwierige, die Impfkampagne denn die Leute hatten viele Fragen dazu. Also musste man ihnen zeigen, dass genug Impfstoff zur Verfügung steht. Man muisste durch die Lager gehen und den Menschen zeigen, dass genug Impfstoff da ist, um Beruhigung in die Sache zu bringen. Und dann musste man auswählen äh, wer zuerst geimpft werden soll, na ja, Frauen und Kinder zuerst, was auch immer. Ich meine Risikogruppen, die waren wichtig. Und dann, ich missbrauchte die Tatsache mit der wichtigkeit der Risikogruppen. Denn die belgischen Top Fussballverein hatte sich ähm unangemessen und gegen allen Absprachen, geimpft, sie machten ihre Fußballspieler zu vorrangig zu impende. Also sagte ich, ich kann das verwenden. Denn wenn die Bevölkerung wirklich glaubt, dass dieser Impfstoff so wünschenswert ist, dass sogar diese Top Fußballspieler unehrlich sein würden, um ihren Impfstoff zu bekommen, äh, ich sagte, okay, ich kann, ich kann damit spielen.

Also habe ich einen großen Wirbel darum gemacht.

Es wurde gesagt, äh, er ist wahnsinnig geworden, aber es hat funktioniert. Und diese Impfkampagnen liefen wirklich sehr gut in ein paar Wochen, jeder konnte konnte geimpft werden, das ist immer noch ein ziemlich relevanter Teil des äh des Panels.
(Bezug auf PPP) Es funktionierte gut in Flandern. Also wissen Sie, Belgien ist ein kompliziertes Land. Ähm und das ist die Durchimpfungsrate (PPP) und man konnte sehen, dass es dort sehr gut funktionierte.
Ich habe so viele Interviews auf Französisch gemacht mehr als auf niederländisch.
Im flämischen Teil des Landes hören wir die flämischen Medien. Im französischsprachigen Teil des Landes hören sie oder sehen sie ebenso oft das französisches Fernsehen, wo alle möglichen anderen Nachrichten und Botschaften rüberkommen. Das hat wirklich die Impfkampagne behindert. Und dann sagten die Leute natürlich, okay, der Impfstoff ist unsicher und dann kam der Schweinegrippe-Schwindel und der Impfstoff könnte Sie töten, “Sage nein zu dem Impfstoff”, diese Stimmung begann.
Und dann, nach der Krise, jeder war schlau, und dessen muss man sich von Anfang an klar sein und es akzeptieren.

Äh und dann war die Gesamtaussage, nein, die Regierung hat zu viel getan. Natürlich weil äh die Zahlen für manche Leute enttäuschend waren. Und dann werden alle diese Bücher geschrieben (Bezug auf PPP), äh und jeder benutzt die ganzen Daten und vergisst, dass man die Entscheidungen basierend auf einem Bruchteil der Daten, die verfügbar waren, ähm
oder die später verfügbar sein würden getroffen hat.
Und dann wurde es zu einem Betrug, Leute machten wirklich Geld damit, und ich denke der Europarat spielte eine sehr schlechte Rolle dabei.

Äh das ist Wolfgang Wodarg…

…und ich möchte eigentlich das er sich schämt. Äh weil er, äh im Europarat einen Antrag für eine Empfehlung stellte mit dem Titel “Fake-Pandemien sind eine Bedrohung für die Gesundheit”. Im Grunde genommen haben sie gesagt, dass alle diese äh alle diese Virologen, Vaccinologen alle Geld in ihren Taschen haben, dass sie unehrliche Leute sind. Es ist einfach das zu behaupten. Wenn man nach H1N1 googelt, gab es natürlich eine Höhepunkt im Oktober und November, zu dieser Zeit hat man nichts von Wodarg gehört.

Wenn man Wodarg googelt, sieht man, dass er schön nach dem Ende der Pandemie anfängt, die Leute werden sehr mutig am Ende der Pandemie, ich denke, das ist, äh, das ist nicht gut. Weil die Zeit schnell vergeht, ich habe noch eine Höhepunkt im Oktober und November, hat man zu dieser Zeit nichts von Wodarg gehört.wodarg googelt, sieht man, dass es schön nach dem Ende der Pandemie anfängt Pandemie, die Leute werden sehr mutig am Ende der Pandemie, ich denke, das ist, äh, das ist nicht gut. Dann, als die Zeit vergeht, habe ich noch eine Minute und 51 Sekunden, würde ich gerne, äh, tatsächlich eine Warnung aussprechen.
Das fing alles im April 2009 an, viele Jahre sind vergangen, genau genommen 3560 Tage sind es heute, 508 Wochen und fast 10 Jahre. Das hat Auswirkungen. Die Leute vergessen einiges über die Pandemien.

Wenn man nach Influenza und Pandemie in Pubmed sucht, dort werden Themeninteressen dargestellt, [Bezug auf die Präentation] bis 2003 2004 gab es nicht viel Interesse, dann kam H5N1 und ein gewisses Interesse wurde geweckt.
Dann kam die Pandemie 2009 und es gab eine Menge Interesse. Und das ist, was seitdem passiert ist, also ist das Interesse ist äh wissenschaftlich sinkt.

Auch die Führung ändert sich, und das war eine gute Übung für eine große Pandemie. Ich stimme zu. Aber wenn wir uns weiter von 2009 wegbewegen, geht diese Erfahrung verloren. Zu dieser Zeit damals leitete Margaret Chen die WHO, Tom Frieden die CDC, Susan Jacob die ECDC. Nun, wir sind jetzt ein oder zwei Direktoren weiter und diese Erfahrung aus dem Jahr 2009, natürlich haben sie andere Erfahrungen gemacht, aber diese von 2009 ist nicht mehr da.
Das gleiche gilt für die politische Führung. Damals waren Obama, Brown, Sarkozy und in Belgien Van Rompuy noch an der Spitze. In manchen Ländern sind wir jetzt zwei oder drei politische Führer weiter und vieles von dem, was 2009 gelernt wurde, wurde sozusagen wieder verlernt und und müsste neu erfunden werden.

Nun gut es gibt noch Angela Merkel, ein Applaus an ihr Haus, sie sind der wichtigste Staat wir können uns immer auf sie verlassen.

Also sind wir bereit für die für die nächste Pandemie? Ich glaube nicht, dass wir das sind. Aber ich würde sagen, dass Pandemien wie eine Schachtel Pralinen sind und dann möchte ich die Worte des Philosophen Forrest Gump zitieren,
“Man weiß nie, was man bekommt”.

Ja, danke.

Moderator: Okay Mark, vielen Dank, irgendwelche Kommentare oder Fragen?
Ja.

Fragesteller: Alles klar, vielen Dank, Kieran Walsh ist mein Name,
ich bin klinischer Direktor beim britischen Medical Journal.
Was sich seit 2009 geändert hat, ist, dass wir in einer Ära der Fake News und der sozialen Medien leben. Wie werden wir die Botschaften heute vermitteln?

Marc van Ranst: Es ist beängstigend man, ich habe wirklich Angst davor, denn das gab es 2009 noch nicht.
Die Leute würden immer noch deine Autorität respektieren
weil du etwas gelernt hast oder durch deine Berufserfahrung. Aber das ist vergangen. Heute hat jeder hat einen Abschluss an der Universität von Google und der Respekt vor dem Wissen ist weg, denn warum sollte man fremdes Wissen brauchen, wenn man Wissen erschaffen kann, indem man ein paar Schlüsselwörter in Google eingibt und es selbst erhält.
Das ist extrem gefährlich.
Auch das Niveau der Politiker, das wir haben.
Ich meine, ich meine, wenn ich diese Bilder zeige, wissen Sie, bis auf vielleicht ein paar Ausnahmen, werden Sie sie vielleicht zurück wollen.
Ähm, es ist anders, wenn ich mir die USA und auch Italien ansehe. Die Anti-Impf-Stimmung ist gewachsen und sie wächst auch auf der politischen Ebene.
Das ist sehr, ähm, beunruhigend. Ja.

Moderator: Okay, noch irgendwelche Fragen? Ja,
inf laut rufen.

[Frage ist nicht klar verständlich, aber es geht um Influencer.]

Marc van Ranst: Ähm, das ist in gewissem Maße auch 2009 versucht worden, als Barack Obama geimpft wurde.
Wir machen das jedes Jahr, im Krankenhaus, im Krankenhaus wenn der Direktor und der stellvertretende Direktor, in ihrer Unterwäsche, geimpft werden. Das hat einen großen Einfluss, also sind Influencer wichtig.
Ähm, aber Sie…
Nun, man braucht die richtigen Beeinflusser. Ich meine die äh….

Zwischenfrage: Was ist mit den falschen? Wie den Kardashians?

Mark van Ranst: Ich…
Naja, wenn sie die richtigen Dinge tun, dann sind sie vielleicht nicht die Falschen. Aber ich denke, sie sind
unberechenbar. Sie kommen, sie sind unberechenbar.

Neuer Fragesteller: “Was ist mit den Emmy`s?”

Mark van Ranst: “Mit?”

Fragesteller: “Den Emmy`s”

Mark van Ranst: “Die Emmy-Verleihung?”

a a a das war nicht unbedingt, ich denke sie haben es gut gemeint.
Ich denke nicht, dass die Emmy-Verleihung
nicht unbedingt der richtige Rahmen ist, um
Impfungen zu machen.
Aber, äh, aber ich denke, sie haben es gut gemeint, ich
Ich habe das, ähm…
habe das Filmmaterial gesehen.

Moderator: Irgendwelche anderen Fragen?

Fragesteller: Jep, Caroline Brown WHO-Regionalbüro für Europa.
Marc, Ihre Präsentation gefällt mir sehr und ich habe sie schon einmal gesehen und sie ist immer noch unterhaltsam.

Mark van Ranst:Es ist nur unterhaltsam, wenn man es zum ersten Mal sieht.

Fragesteller: Okay, nein ist es immer noch, aber ähm okay, also in Belgien nannte manes die mexikanische Grippe,
wie in vielen Ländern, es ist es ist ein guter Name aber,
sicherlich aus Sicht der WHO, wir versuchen ihn zu vermeiden, um die Länder nicht zu verärgern.
Und ich denke das ist ein Teil der Vorsorge. Wir sollten
auf die nächste Pandemie vorbereitet sein, und wie
wir sie nennen werden, so das wir sie all gleich nennen können.

Marc van Ranst: Nun, wir reden immer noch über die Spanische Grippe, die Hongkong Grippe, die Asiatische Grippe und ich habe nie das Gefühl gehabt, dass das extrem diskriminierend, zum Beispiel für die spanische leute gewesen wäre.
Ich stimme zu und ich verstehe es, aber die verschiedenen Namen, die wissenschaftlich verwendet wurden sind okay, um sie in wissenschaftlichen Journalen zu verwenden, das ist in Ordnung. Ähm aber das in der Kommunikation mit der der Öffentlichkeit zu verwenden, das ging über ihren Horizont.
Wenn man über H1N1 spricht und verliert man neunzig Prozent des Publikums.

Antwort der Fragestellerin: Ich verstehe das, aber ich kann Ihnen versichern, dass unsere spanischen Kollegen immer noch empfindlich sind wegen 1918.

Moderator: Es ist nicht die WHO, die den Namen festlegt, ja sie sind…..

Mark van Ranst: Stimmt, aber ich verstehe die Sensibilitäten.

Fragesteller: Verstehen die Leute jetzt H1N1?

Mark van Ranst: Nun, viel mehr Menschen als noch vor ein paar
Jahren, aber man sollte das nie überbewerten, ich meine wirklich, es ist über ihrem Intellekt.

Moderator: H1N1 ist heute saisonal, die spanische Grippe nicht ….

[Frage nicht verständlich…]

Mark van Ranst: ja, bis zu einem gewissen Grad.

Fragesteller: Also, Sie haben Ihre Erfahrung mit Belgien erwähnt,
glauben Sie, dass ähnliche Erfahrungen auch in anderen europäischen oder sogar nicht-europäischen Ländern gemacht wurden?

Mark van Ranst: Ich denke, das könnte sein. Also in Belgien war das möglich, ähm nicht weil es ein großes Land ist, sondern es ist ein kleines Land.
Ja, wenn man, “Eine Stimme – Eine Botschaft”, in einem riesigen Land machen möchte, ist das sehr schwer zu erreichen, denke ich.
Äh, ich denke, es ist wichtiger oder was mehr funktionierte, war die Tatsache, dass äh, dass es unpolitisch war. Ich denke, dass das hatte mehr Einfluss.
Wenn man das tut, wenn einen Karriere- Politiker das macht, wird er vom ersten Tag an von der Opposition angegriffen, deren Aufgabe es istderen Pflicht es ist, zu opponieren.
Aber das ähm macht das Leben sehr schwer, denke ich, fürden Politiker.

Moderator: Vielleicht wenn man es mit den Niederlanden vergleicht, die recht ähnlich sind, hatten wir etwa 20 Politiker
ja, und das machte es sehr schwierig.
Ja, also…..

[nicht klar verständlicher Kommentar]

Moderator: Okay, vielen Dank Mark


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