Wollt Ihr den totalen Krieg? (Podcast / Satire)

Wollt Ihr den totalen Krieg?

Was für eine dumme Frage ist das denn? Niemand will Krieg!

Wer fragt denn so etwas? Es ist doch klar, dass niemand einen Krieg wollen kann! Außer einem russischen Despoten namens Vladimir Putin will kein Mensch einen Krieg. Kriege sind zerstörerisch. In Kriegen leiden und sterben unzählige Menschen.

Und deshalb: Niemand will Krieg! – Außer Putin.

Ein Beitrag von Marco von Fabiranum - 06. April 2022

Putin ist ein Schlächter, ein Verbrecher, er ist das personifizierte Böse!

Putin hat uns Europäern diesen Krieg aufgezwungen, indem er in die Ukraine einmarschiert ist. Das ist empörend! Das geht gar nicht! Mitten in Europa können wir das nicht dulden! Das werden wir hart bestrafen! Das werden wir sanktionieren – um jeden Preis!

Wir sind Europäer! Wir sind Demokraten! Wir sind die Guten!

 

Ein Zeichen setzen!

Liebe Demokraten, wenn ihr wirklich Demokraten seid, dann erhebt ihr Euch – jetzt! Setzt ein Zeichen!!!

Ja, so ist es gut!

Ihr geht ja bereits auf die Straße und demonstriert schon gegen den Krieg und all das Böse. Ihr demonstriert gegen Putin und… ihr seid laut!

Schreit es heraus! Immer wieder! Brüllt es heraus, so laut ihr könnt!

Sagt es diesem Untermenschen, sagt es diesem Diktator in sein dreckiges Gesicht, dass ihr – als gute Demokraten – keinen Krieg wollt.

Wollt Ihr den totalen Krieg? (Podcast / Satire)
Ukraine Friedens-Marsch, Dresden, 03. April 2022

Doch einige Demokraten sitzen leider noch auf ihren fetten Hintern!

Sie tun nichts, um unsere Demokratie zu schützen und zu verteidigen.

 

Los! Worauf wartet ihr, ihr guten Demokraten?

 

Ab auf die Straße und laut brüllen: Mimmimi! Mimmimi! Mimmimi!

Mehr als ein jämmerliches „Mimmimi“ habt ihr seit 2014 nämlich nicht über eure Lippen gebracht – wenn überhaupt!

Alternativ könnt ihr „Mähhhhh!“ brüllen!

Der russische Bär ist zwar absolut als böse zu bezeichnen, aber er ist nicht vollends verblödet, und deshalb wird er euch auch verstehen. Er wird verstehen, dass ihr die Guten seid, dass ihr keinen Krieg wollt. Und insbesondere, dass ihr bereit seid, alles – aber auch wirklich alles dafür zu geben, um diesen Krieg zu beenden.

Wollt Ihr den totalen Krieg? (Podcast / Satire)
Merkels Kniebeugen-Tipp für kalte Klassenzimmer löst Wut-Welle aus.

Bereits zu den guten alten Merkel-Zeiten seid ihr bereit gewesen alles zu geben. Ihr habt in die Hände geklatscht. Immer und immer wieder.

Klatschen hilft! Es half den Krankenschwestern und Pflegern 2020 zu Beginn der Pandemie. Und dieses Klatschen – zusammen mit einigen Kniebeugen – half auch den Kindern in der Schule gegen die gnadenlose Kälte und das Frieren. Dazu waren Masken aufzusetzen und nach 10 – 20 Kniebeugen war das Problem auch beinahe gelöst.

 

Und auch heute seid ihr bereit, alles zu geben und alles zu tun.

Heute werdet ihr alle gemeinsam die Temperatur eures Wohnzimmers um ein bis zwei Grad absenken. Dazu verpflichtet einfach die Solidarität.

Kollektives Frieren gegen den Krieg! Halleluja!!!

Wollt Ihr den totalen Krieg? (Podcast / Satire)
Frieren für den Frieden.

Und das hilft! – Ohne Zweifel! Weil der kollektive Gasverzicht ein Zeichen ist. Es ist das starke Zeichen schlechthin – das einzige, was Putin versteht.

Dann wird er schon sehen, was er angerichtet hat. Dann wird er verstehen,

dass wir gegen seinen Krieg sind, weil wir die guten Demokraten sind.

 

Mit dem künftigen Verzicht auf Fleisch schlagen wir viele Fliegen mit einer Klappe:

Weniger Fleisch bedeutet, mehr Tierwohl. Es ist ein Zeichen gegen den Klimawandel. Es bedeutet weniger Pandemien und kann sogar den Krieg beenden.

Das wird den bösartigen Despoten Vladimir zur Raison bringen.

Fasten für den Frieden! Koste es was es wolle!

Verzichten! Und nochmals verzichten!

Was der Afrikaner kann, kann der Europäer auch.

Was dem Afrikaner recht ist, muss dem Europäer nun auch billig sein!

 

Mäh, mäh – mimmimi!“

Mäh“ hilft gegen Corona und „mimmimi“ gegen den Krieg.

Und ab morgen wird solidarisch gegrunzt. Das wohlige Grunzen des Schweins, wird das neue Erkennungszeichen unter echten Demokraten werden. Wer grunzt, zeigt seinen Mitschweinen, dass er ein wirklich guter Demokrat ist.

 

Das moderne Hausschwein

Es macht eigentlich keinen Sinn, einem Hausschwein die Welt zu erklären.

Beim Hausschwein handelt es sich um ein Nutztier ohne jeglichen Verstand. Nur wenn die Schlachtbank ruft, merkt auch das Schwein, dass wohliges Grunzen einfach nicht ausreicht, dann schreit und quiekt es ohrenbetäubend.

Auch einem Demokraten braucht man heutzutage nichts erklären.

Er weiß es ganz genau! Er weiß, dass die Mehrheit immer das richtige macht. Er weiß, wie demokratiegefährdend solche Minderheiten sind, weil sie einfach das Falsche denken.

Der Demokrat ist wie ein modernes Hausschwein.

Seine Nahrung sind die Tagesschau und ein kühles Bier.

Die wenigen wichtigen Informationen, welche ein Hausschwein zur Orientierung benötigt, bezieht es aus dem Öffentliche Rundfunk und seinen Sendeanstalten. Diese arbeiten hart und völlig selbstlos. Und für nur wenig Geld darf es jeder hören und sehen. Der ÖR sorgt dafür, dass nur kleine und wohlportionierte Häppchen serviert werden. Eine Überforderung oder gar ein Ersticken daran kann somit völlig ausgeschlossen werden.

 

Das moderne Hausschwein spricht im Schnitt mindestens eine Fremdsprache: „Mähh!“

Und kann sich damit auch außerhalb seiner familiären Beziehungen ausreichend verständigen. Es fühlt sich am wohlsten, wenn es sich in einem Kollektiv unter seinesgleichen in der Schlammkuhle

suhlen kann. Und sollte ein ranghöheres Schwein daherkommt, darf es immer noch „mimmimi“ jammern – dank der demokratisch und gesetzlich legitimierten Meinungsfreiheit!

Das moderne Hausschwein fügt sich immer den äußeren Gegebenheiten, da es nicht ändern kann, was es eh nicht begreift.

Das Hausschwein ist jedoch sehr wohl zu dressieren und lernte zum Beispiel schnell, dass es große Vorteile mit sich bringt, die Füße still zu halten. Schließlich will auch das moderne Hausschwein sich nicht nachsagen lassen müssen, ein Nazischwein zu sein.

 

Das moderne Hausschwein ist somit fast so gut wie der „Pawlowsche Hund“. Bei russischen Worten oder gar Buchstaben (wie dem „Z“) fängt das dressierte Hausschwein unweigerlich zu geifern an.

Literweise Sabber läuft ihm dann aus seinem Maul.

Man muss hier nicht erwähnen, dass das Hausschwein in solchen Momenten sehr unruhig ist. Es brodelt in seinem Inneren, dann will es raus auf die Straße und kann nicht anders, als gegen den Krieg und gegen Putin zu demonstrieren.

Unter Demokraten müssen wir diesen Drang nicht nur dulden, vielmehr müssen wir das gut heißen und solidarisch unterstützen.

Man kommt nicht umhin zu behaupten:

Die modernen Hausschweine sind die echten und wahren Demokraten. Wollt Ihr den totalen Krieg? (Podcast / Satire)

Die wahren Demokraten – das sind die Guten und diese wollen niemals Krieg!

 

Dass da am Ende trotzdem die Schlachtbank wartet…., das weiß das moderne Hausschwein zum Glück nicht.

Ach! Wie schön muss doch solch ein Schweineleben sein.

 

Und bitte kommen Sie, lieber Leser, auch morgen wieder auf meine Seite. Wenn es heißt:

Echte Pazifisten ziehen niemals in den Krieg – Waffen schicken die Pazifisten lediglich zur Verteidigung!

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